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DIE FROTTESANA-STORY

EINE GESCHICHTE MIT HAPPY END

Die Geschichte der Firma Frottesana führt in die Mitte des letzten Jahrhunderts auf die schwäbische Alb nach Onstmettingen, einem Stadtteil von Albstadt. Dort gründete 1963 Werner Wolfgang Nestle die Textilvertriebs- und Produktionsgesellschaft Frottesana.

Werner Wolfgang Nestle war ein großer Fan des VfB Stuttgart und der Abstieg des Gründungsmitglieds der Bundesliga in die Zweitklassigkeit im Jahre 1975 traf den Unternehmer sehr. Noch mehr schmerzte ihn das schlechte Abschneiden des Vereins in der folgenden Saison 1975/76, in welcher der VfB nur den 11. Rang erreichte. Er schloss sich daher 1976 dem kurz zuvor ins Leben gerufenen Freundeskreis des VfB Stuttgart an. Dieser stellte damals die Weichen für die professionelle Vermarktung des Clubs und man entschied dem Beispiel von Eintracht Braunschweig zu folgen, die 1973 mit Jägermeister den ersten Trikotsponsor der Bundesliga verpflichten konnten.

Der Sponsor war schnell gefunden: Das Textilunternehmen Frottesana wurde in der Saison 1976/77 zum ersten Trikotsponsor des VfB Stuttgart und bezahlte dafür eine sechsstellige Summe.

Der Erfolg stellte sich ein und der VfB Stuttgart spielte in der Saison 1977/78 wieder in der ersten Liga – mit dem Frottesana-Logo auf der Brust. Erst in der übernächsten Saison endete das Engagement der Onstmettinger, da der VfB die finanziellen Möglichkeiten der Trikotwerbung nutzte und mit Canon die nächste Stufe der Vermarktung erklomm.

Die Erfolgsgeschichte von Frottesana nahm in den Folgejahren leider eine unschöne Wendung. Der Textilmarkt änderte sich durch günstige Importe aus dem Ausland radikal und die gesamte Branche veränderte sich, viele Unternehmen auf der Schwäbischen Alb mussten schließen. Dieser Sog erfasste auch Frottesana und Werner Wolfgang Nestle musste Mitte der 80er sein Unternehmen zur Insolvenz anmelden. Das Unternehmen wurde abgewickelt und 1986 aus dem Handelsregister gelöscht. Der Name Frottesana aber wurde zur Legende.

Chris Tsiris, Architekt mit schwäbisch-griechischen Wurzeln und tiefrotem Blut verfolgte als Kind das Training des VfB Stuttgart so oft es ging und nötigte seine Eltern zu regelmäßigen Besuchen der Übungseinheiten. Mit den Besuchen verbunden war die Jagd nach Autogrammen und fast jedes Mal hatte der kleine Christos Glück. Sein Album wuchs und wuchs, bis es dann zuerst in einer Schublade und dann in einer Umzugskiste landete.

2004 fiel das Buch Chris bei einem Umzug wieder in die Hände und beim Blättern blieb er bei einer Autogrammkarte von Hermann Ohlicher hängen, auf dessen Brust der Frottesana-Schriftzug prangte. Dies brachte ihn auf einen Gedanken: „Was ist eigentlich aus Frottesana geworden?“. Die Recherchen brachten die beschriebene Geschichte zu Tage und es stellte sich heraus, dass die Markenrechte verfallen waren. Aus einer Mischung aus Nostalgie, Verantwortungsgefühl und der Idee irgendwann etwas daraus zu machen, sicherte er sich die Rechte an Frottesana.

Die spielerische Krise des VfB Stuttgart in der Saison 2013/2014, die an die Zeiten in den 1970ern erinnerte, brachte Chris zu dem Entschluss, dass der Zeitpunkt gekommen ist, die Marke Frottesana wiederzubeleben. Aus dieser Idee entstand das Fan-Label „Frottesana“ und die Frottesana GmbH.